Wer sich in Gefahr begibt …

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AIDAluna an der Mole in Santa Cruz de La Palma.

… bekanntlich geht es der spanischen Volkswirtschaft seit Beginn der Finanzkrise sehr schlecht. Da werden nicht nur Steuern und Abgaben erhöht, Leistungen gekürzt und Erhaltungsinvestitionen auf die lange Bank geschoben, da wird auch schon mal kreativ über Kosteneinsparungen nachgedacht.

Spanien ist eines der klassischen Urlaubsländer. Millionen Besucher sind willkommene Gäste und für das ökonomische Überleben ganzer Landstriche auch erforderlich. Nun bringen Touristen nicht nur Geld, sie bereiten auch spezifische Probleme, die an sich vermeidbare Kosten verursachen.

Seit etwa zwei Jahren gibt es u.a. für die Kanaren eine neue Regelung, wonach Menschen, die sich fahrlässig in Gefahr begeben und aus Lebensgefahr gerettet werden müssen, an den Bergungskosten beteiligt werden. Häufigste Fälle für die Anwendung der Regelung sind Rettungsaktionen nach Baden trotz roter Fahne, wandern auf gesperrten Wegen oder mit unzureichender Ausrüstung etc.

Ein besonders spektakulärer Fall ereignete sich im Februar im Hafen von Santa Cruz de La Palma, La Palma. Ein 23-jähriger deutscher Kreuzfahrtpassagier der AIDAstella sprang im alkoholischen Übermut vom 7. Deck in das Hafenbecken. Danach war er für seine die Szene filmenden Freunde verschwunden, die daraufhin Alarm auslösten.

Eine Rettungsaktion mit Hubschrauber, Rettungsbooten, Tauchern, Sanitätern und diversen Polizeistellen lief an. Ein paar Hundert Meter weiter wurde der junge Mann schließlich entdeckt, als er unbeschadet an Land kletterte.

Die Kreuzfahrt war für ihn und seine Begleiterin damit beendet, der Kapitän verwies sie des Schiffes. Die vorzeitige Rückreise mussten sie auf eigene Faust organisieren. Unlängst präsentierte die Inselverwaltung die Rechnung für die Rettungsaktion: 1.320 €. Immerhin, sie wurde von dem jungen Mann beglichen.

(Foto: © eigenes Foto)

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Über Taupunkt von BlogBimmel

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2 Antworten zu Wer sich in Gefahr begibt …

  1. autopict schreibt:

    Es gibt nichts was es nicht gibt! Für solche Fälle ist es auch richtig, dass die Dummheit nicht noch ‚versichert‘ ist…

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