Nietenhosen

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… heute mal ein Beitrag zum Schmunzeln für speziell diejenigen unter uns, die aus ihrer Jugend noch das Wort „Nietenhosen“ kennen. Wer erinnert sich noch an die ersten eigenen Jeans, in den 50ern und 60ern von den Eltern verächtlich Nietenhosen genannt? 

In Hamburg aufgewachsen war meine Bezugsquelle für die Nietenhosen natürlich der US-Laden am Berliner Tor. Eine LEE, LEVIS oder WRANGLER musste es unbedingt sein, andere wurden als nicht authentisch angesehen. Meine damaligen Favoriten waren die Jeans von LEE. 

Die neumodischen Beinkleider waren seinerzeit so richtig teuer. Ich musste sie selbst finanzieren, durch Zeitung austragen. Meine Eltern hatten kein Verständnis für meine Wünsche, fürchteten ein Abdriften des pubertierenden Nachwuchses in die Szene der „Halbstarken“ oder „Gammler“. Das war der bürgerliche Inbegriff für missratenen Nachwuchs. 

Wie viele lehnte auch meine Mutter das Kürzen des derben Stoffes ab, also lief man damals weit verbreitet mit umgekrempelten Hosenbeinen rum. Immerhin, seither begleiten mich die Jeans als Standardbeinkleider durch das Leben. Aber mittlerweile längst fachgerecht gekürzt, *lach. 

Weiß noch jemand, was die Marken-Nietenhosen Mitte der 60er Jahre kosteten? Und was haben die Mädchen mit den neuen Hosen angestellt, um sie passgenau zu trimmen?

 

(Foto: von Amanda Isch (Own work) [Public domain, CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) ], via Wikimedia Commons)

 

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Über Taupunkt von BlogBimmel

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3 Antworten zu Nietenhosen

  1. Pauline schreibt:

    Die Mädels haben sich mit den angezogenen Nietenhosen in die mit Wasser gefüllte Badewanne gelegt und sind nachher mit nassen Nietenhosen so lange rumgelaufen, bis die wieder trocken waren und dann saßen die Dinger knackig eng! 😀
    GLG ♥ Pauline ♥

    • Frau Hummel schreibt:

      Das brachte allerdings nur etwas bei den noch nicht vorgewaschenen Jeans. Ich hab das nur einmal gemacht *lach*, es dauert nämlich ewig lange, bis eine Jeans am Körper getrocknet ist (die doppelten Nähte wurden gar nicht trocken) und gequetschte Hautpartien taten noch etwas länger weh 🙂 . Ich habe übrigens auch bevorzugt Lee getragen, aber was die Dinger gekostet habe haben weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich denke so um die 60 DM…

  2. … danke für eure Berichte, Pauline und Frau Hummel. Beste Grüße, T.v.B.

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